Drehleiter oft angefordert

Einsatzspektrum: Vom Großbrand bis zur Katzenrettung

as Dannenberg. Das Einsatzspektrum für die Feuerwehrleute der Dannenberger Wehr war im zurückliegenden Jahr wieder enorm breit. Das ging aus dem Bericht über die 65 Brand- und 42 Hilfeleistungseinsätze hervor, den der stellvertretende Ortsbrandmeister Olaf Blank bei der Jahreshauptversammlung präsentierte. Ein neuer Rekordwert: Die Zahl der Fehl-alarme von Brandmeldeanlage – insbesondere aus den Seniorenwohnheimen – erreichte mit 21 eine neue Höchstmarke. In den zurückliegenden Jahren seien es 14 bis 16 Fehlalarme gewesen.

Die stark gewachsene Zahl an zu beseitigenden Sturmschäden sei als ein Indiz für den Klimawandel zu werten, meinte Olaf Blank. Bei Verkehrsunfällen mussten Menschen mit der Rettungsschere aus den Wracks gerettet, aber auch nur tot geborgen werden. Das sei für die Feuerwehrleute nie leicht gewesen; schon gar nicht, wenn es sich beim Unfallopfer um einen Bekannten gehandelt habe. Beim Bewältigen solch schlimmer Erlebnisse sei die Notfallseelsorge eingeschaltet worden, berichtete Olaf Blank. So habe die Dannenberger Wehr bei Verkehrsunfällen bei Gusborn, Zadrau, Splietau, Pudripp und im Seybruch Hilfe geleistet.

Dreimal lautete der Alarmruf für die Einsatzkräfte Chlorgas- und Gasaustritt. Einmal war die Drehleiter im Einsatz, um eine Katze zu retten, die sich hoch über Dannenberg in einer Dachrinne verklemmt hatte.

Die Einsatzzahl der 65 Brände war durch den Brandstifter stark beeinflusst worden, so bei umfangreichen Strohballenbränden, aber auch Gebäudebränden wie beispielsweise im ehemaligen Hotel in Göhrde. Wohnhäuser, Scheunen, Schuppen und Gartenlauben galt es in Thunpadel, Streetz, Gamehlen und Damnatz zu löschen, ebenso das Dannenberger Schützenhaus, das nicht mehr zu retten war. Immer häufiger wurde die Drehleiter angefordert, so bei Bränden in Hitzacker, Kapern, Vasenthien und Schnackenburg. Auch bei zwei Waldbränden, mehreren Pkw in Flammen und verrauchten Küchen waren die Feuerwehrleute mit Löscharbeiten beschäftigt.

Bericht: Axel Schmidt (Elbe-Jeetzel-Zeitung)