Ammoniak tritt unkontrolliert aus

Alarmzeit: 14:56 Uhr
Einsatzort: Steine
Im Einsatz: ELW 1, LF 16-TS, RW 2 + PLA250, GW-G, GW-N, MTW
weitere Kräfte: KFB II (1.-3. Zug), FF Clenze, FF Luckau, FF Püggen, FF Beesem

Ein Ammoniak Austritt im Maschinenhaus und der Brand einer Werkstatthalle waren die Übungsszenarien, die es bei der Alarmübung der Kreisfeuerwehrbereitschaft 2 – Umwelt zu bewältigen galt. Dabei wurden in dem Maschinenraum und im brennenden Gebäude auf dem Gelände der Versandschlachterei Vogler mehrere Personen vermisst.

Während die ortsansässigen Feuerwehren die Lage rund um die brennende Werkstatthalle abarbeiteten, bauten die alarmierten Züge der KFB II den Einsatzabschnitt zur Bekämpfung des Ammoniak Austritts auf. Um Informationen über die Lage vor Ort und die Konzentration des austretenden Ammoniaks zu erhalten ging ein Messtrupp zur Stelle der Leckage vor. Festgestellt wurde wie vermutet, dass Ammoniak aus einem Rohrsystem austrat. Weitere Trupps mit Chemikalienschutzanzügen folgten, um das leckgeschlagene Rohrsystem abzudichten. Des Weiteren wurde eine verletzte Person gefunden, die unverzüglich aus dem Gefahrenbereich gerettet wurde. Anschließend wurde sie von den Kameraden des dritten Zuges dekontaminiert und für die Übergabe an den Rettungsdienst vorbereitet.

Ebenfalls dekontaminiert werden mussten alle CSA- Träger, die im Einsatz waren, um mittels Rohrschellen die Ammoniak Leckage abzudichten und dabei mit dem Ammoniak in Berührung gekommen waren. Nach über zwei Stunden war die Übung für die mehr als 70 Einsatzkräfte, davon 46 aus den Reihen der KFB 2, beendet. Anschließend fand eine kurze Auswertung statt. Neben großem Lob für die Leistung gab es auch von der Firma Vogler gesponserte Getränke und Wurst für die Kameradinnen und Kameraden.

Bericht: Henrik Peters Pressereferent Kreisfeuerwehrbereitschaft 2 – Umwelt
Fotos: M. Schlopies (FF Dannenberg), Anna Klauke (FF Jameln)

61 # 01.10.2016 | ABC 2