Brennt Maschinenhalle – Anforderung Drehleiter Überörtlich

Alarmzeit: 00:39 Uhr
Einsatzort: Tangsehl (Gemeinde Dahlenburg)
Im Einsatz: DLAK 23/12, MLF
weitere Kräfte: diverse Feuerwehren

Am frühen Dienstagmorgen, den 11. November 2025, wurde die Feuerwehr gegen 00:10 Uhr zu einem Großbrand in Tangsehl (Samtgemeinde Dahlenburg) alarmiert. Es handelte sich bereits um der dritten Großbrand innerhalb weniger Tage in der Region – die Feuerwehren waren entsprechend stark gefordert.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand eine rund 1.500 Quadratmeter große Halle eines andwirtschaftlichen Betriebes bereits in Vollbrand. In dem Gebäude befanden sick andwirtschaftliche Maschinen, ein Dieseltank, Gasflaschen sowie ein großer Batteriespeicher der Photovoltaikanlage auf dem Hallendach. Mehrere Gasflaschen explodierten während des Einsatzes.
 
In der Halle lagen zudem zwei Kühlräume mit Gemüse, Kartoffeln und weiteren Erzeugnissen der aktuellen Ernte – alles wurde vollständig zerstört.
 
Besonders kritisch war die Lage auch deshalb, weil direkt an die brennende Halle ein Stall mit Schweinen und Kühen angrenzte. Die Bewohner hatten die Tiere rechtzeitig freigelassen, bevor das Feuer auf den Stall übergreifen konnte. Durch den massiven Löscheinsatz und gezielte Riegelstellungen gelang es der Feuerwehr, die angrenzenden Ställe vollständig vor dem Feuer zu schützen. Im weiteren Verlauf unterstützten Einsatzkräfte zudem dabei, die Tiere wieder einzufangen. Alle Tiere blieben unverletzt und sind wohlauf.
 
Ein 42-jähriger Bewohner wurde schwer verletzt, als er versuchte, Maschinen aus dew brennenden Halle zu retten. Er wurde zunachst ins Klinikum Lüneburg gebracht und noch in der Nacht in eine Spezialklinik verlegt.
 
Die Feuerwehr setzte zwei Drehleitern mit Wenderohren, mehrere B- und C-Rohre sowie zahlreiche Atemschutztrupps ein.
 
Die Löschwasserversorgung stellte die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen: Um ausreichend Wasser an die Einsatzstelle zu bringen, wurden mehrere Hydranter sowie eine Feldberegnung genutzt. Zusätzlich musste eine rund 1,2 Kilometer lange Wasserförderstrecke bis zum Brandobjekt verlegt werden. So konnte eine stabile Versorgung für die umfangreichen Löscharbeiten sichergestellt werden. Ein örtliches Baggerunternehmen unterstützte die Einsatzkräfte, indem es Trümmer aus der Halle entfernte.
 
Insgesamt waren im Verlauf des Einsatzes rund 200 Einsatzkräfte beteilig Unterstützung kam unter anderem von den Feuerwehren Bleckede, Göhrde-Metzinger und Dannenberg (beide LK DAN). Der ASB Lüneburg übernahm die Versorgung de Einsatzkräfte.
 
Zum Schutz der Umwelt wurden besondere Maßnahmen ergriffen: Eine Fachfirma nahm das kontaminierte Löschwasser auf. Bereits zuvor hatte ein Landwirt einen Damm errichtet, um das Wasser aufzufangen und den Kateminer Mühlenbach vo Verunreinigungen zu schützen. Auch die Untere Wasserbehörde war vor Ort.
 
Der Einsatz endete gegen 13:00 Uhr. Die Feuerwehr Pommoissel kontrollierte die Brandstelle am Nachmittag und am Folgetag erneut und führte weitere Nachlöscharbeiten durch. Zwischenzeitlich mussten die Kräfte zusätzlich zu einem Wasserschaden im Ort ausrücken.
 
Mit dem erneuten Großbrand waren die Feuerwehren der Samtgemeinde Dahlenburg und der umliegenden Gemeinden innerhalb weniger Tage außsergewohnlich stark belastet.
 
Der entstandene Sachschaden wird nach ersten Schatzungen auf rund eine Million Eurd beziffert. Die Polizei hat den Brandort beschlagnahmt und die Ermittlungen zu Brandursache aufgenommen.
 
Bericht und Bilder: Gemeindefeuerwehr Dahlenburg
87 # 11.11.2025 | DLK
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