Einsatz 26.01.2008

Tragischer Unfall am Fähranleger

mt Neu Darchau. Am Fähranleger der Elbefähre „Tanja“ in Neu Darchau ereignete sich am Sonnabend ein folgenschwerer Unfall. Der Fahrer eines PKW vom Typ VW Golf Variant geriet aus ungeklärter Ursache über die gerade nicht besetzte Fährauffahrt in das Fahrwasser der Elbefähre. Diese befand sich zu diesem Zeitpunkt gerade in der Anfahrt an den Anleger, als das aufmerksame Fährpersonal den im Wasser versinkenden PKW entdeckte. Die örtlich zuständige Feuerwehr Schutschur wurde über den Notruf alarmiert. Fährgäste und Personal hatten zwischenzeitlich den leblos treibende Person aus dem Wasser auf die Fähre gezogen und Erste Hilfe Maßnahmen durchgeführt. Weiter wurden dann vom Rettungsdienst des DRK umfangreiche Reanimationsmaßnahmen durchgeführt. Während der Fahrt ins Krankenhaus verstarb die verunglückte Person.

Der Einsatzleiter Michael Schulz veranlaßte die Feuerwehr Schutschur das Boot zu Wasser zu lassen und nach dem mittlerweile versunkenen PKW zu suchen. Zur weiteren Unterstützung rückten die Feuerwehren aus Hitzacker und Dannenberg mit Booten an den Einsatzort. Um die Lage des PKW genau zu orten und ein Bergen zu ermöglichen, forderte der Einsatzleiter Schulz Taucher des DLRG an. Die örtliche Wasserrettung war nicht verfügbar, so dass die Feuerwehrtaucher und die DLRG Wasserrettung aus Lüneburg an den Einsatzort gerufen wurden.

Der hohe Wasserstand und die damit verbundene Strömung zwangen die Taucher zu höchsten Eigensicherungsmaßnahmen beim Vorgehen in das Elbewasser. So mußten beispielsweise die Motoren der Fähre abgestellt und der Steuerungsstand durch Feuerwehrkräfte gesichert werden. Der eingesetzte Taucher suchte die durch die Boote markierte Fundstelle ab und fand nach kurzer Zeit den versunkenen PKW quer stehend ca. 20 Meter vom Ufer entfernt. Der Taucher gab über Funk bekannt, dass die Türen und Fenster des Fahrzeugs geschlossen sein. Unklar war zur diesem Zeitpunkt jedoch, ob sich weitere Personen im Fahrzeug befanden.

Der Einsatzleiter Schulz und der Leiter der Feuerwehr Wasserrettung aus Lüneburg trafen dann die Entscheidung, die Seilwinde des Rüstwagens aus Hitzacker an das Fahrzeug anzuschlagen und dieses aus dem Wasser zu ziehen. Nachdem das ablaufende Wasser aus dem Fahrzugraum einen Blick ins Innere ermöglichte, konnte festgestellt werden, dass sich keine weiteren Personen im Fahrzeug befanden. Ein erleichtertes Aufatmen bei den Einsatzkräften war zu spüren.

Über die genaue Ursache und den Hergang des Unfalls kann noch keine Aussage getroffen werden, da die Polizei noch mit den Ermittlungen beschäftigt ist.

Die gute Zusammenarbeit der über 100 Einsatzkräfte von DLRG, DRK und Feuerwehr ermöglichte ein konzentriertes und vorbildliches Vorgehen.

Bericht SG Pressereferent Mirko Tügel

 

 

Fotos Pressereferentin Nadine Düver

 

 

 

 

 

Fotos SG Pressereferent Mirko Tügel

 

 

Fotos KPW Johann Fritsch

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