Jahreshauptversammlung

as Dannenberg. Die Wettbewerbsgruppen der Feuerwehr Dannenberg zählten in der Vergangenheit stets zu den Favoriten, wenn es um die  Pokalvergabe bei Kreis- oder Samtgemeindewettbewerben ging. Im vorigen  Jahr sprang aber “nur” ein sechster und ein vierter Rang für die  erfolgsverwöhnten, eifrigen Wettkämpfer heraus.

Ortsbrandmeister Thomas Schmidt führt das auf das Fehlen eines Übungsplatzes zurück. Für den von der Samtgemeinde Elbtalaue  vorgeschlagenen Platz in der Nähe des Feuerwehrhauses sollte das  Kommando der Wehr einen Pachtvertrag akzeptieren, der bei einem Unfall  auf oder am Übungsgelände - aus Gründen der Verkehrssicherungs-, der  Streu- und Räumpflicht -die Haftung der Feuerwehrleute aus ihrem  Privatvermögen vorsah. “Das konnten wir nicht akzeptieren. So haben wir  zwar alle Gerätschaften für den Übungsplatz, aber wir haben keinen”,  bedauerte der Ortsbrandmeister.

Ferner habe die Feuerwehr bei der Anforderung von Gerätschaften für das Jahr 2012 nur jene Fehlteile beantragt, die in den Jahren 2009 bis 2011 zusammengekommen seien. Die SG-Verwaltung habe davon aber bis heute nichts bestellt. So seien  beispielsweise durch die “gefährlichen Stühle” im Spritzenhaus mehr Unfälle passiert als in den Einsätzen. Sofern die Samtgemeinde das zum Teil 40 Jahre alte Mobiliar nicht ersetze, werde sich die Dannenberger Wehr für Schulungen in anderen Feuerwehrhäusern einmieten müssen. Im Hinblick auf den Fahrzeugbestand habe die Feuerwehr Dannenberg für das  1985 gebaute LF 16/TS einen Ersatzbedarf angemeldet. Und es werde für einen privat zu finanzierenden, guten, gebrauchten  Mannschaftstransporter gespart, der das 25 Jahre alte bisherige Modell ersetzen soll.

Samtgemeinde-Bürgermeister Jürgen Meyer nahm die Kritik auf und kündigte “eine Idee” für den Übungsplatz an, ohne diese  näher zu beschreiben. Hinsichtlich der Beschaffung von Fehlteilen sagte Meyer: “Bekommen wir in Zukunft hin.” Gemeinsam mit Stadtbürgermeisterin Elke Mundhenk lobte Meyer die hohe Einsatzbereitschaft und das  ehrenamtliche Engagemen der Feuerwehrfrauen und -männer bei ihren  Einsätzen, bei Übungen und Unterrichten.

Die Folgen des demografischen Wandels haben die Feuerwehr Dannenberg noch nicht erreicht. So stieg die Zahl der Aktiven im Vergleich zum Vorjahr um zwei auf 71  Mitglieder, davon zehn Frauen. Von diesen 71 würden sich 46 Feuerwehrleute im Kommando, in der Kreisfeuerwehr oder als Ausbilder zusätzlich engagieren, betonte der Ortsbrandmeister. Die Altersabteilung umfasst 19 Feuerwehrleute, die viel Lob für die Pflege des Feuerwehrhauses erhielten. Bei einer Nachwahl zum Wehrkommando wurde Daniel Oest zum neuen Sicherheitsbeauftragten bestimmt.

Die  Jugendgruppe zählt aktuell 23 Mitglieder, acht mehr als vor Jahresfrist, berichtete deren Leiter Stephan Jenrich. Höhepunkte waren die Teilnahme am Bezirksentscheid in Loxstedt sowie ein Zeltlager auf der  Insel Poel. Stolz war Jenrich darauf, dass alle Teilnehmer an der  Leistungsspangen-Prüfung ihre Tests bestanden hatten.

Danilo Hebecker betreut mit Helfern und Eltern 18 Kinder in der Floriangruppe,  fünf mehr als vor einem Jahr. Der Sieg beim Jubiläumswettbewerb in  Hitzacker sowie der vierte Platz beim Jugendzeltlager in Jameln würden  Kindern und Betreuern noch lange in Erinnerung bleiben. Das Zeltlager  für Floriangruppen werde vom 13. bis 15. Juli in Dannenberg stattfinden.

Kassenführer Peter Rathje erläuerte Details der Einnahmen von 36800 Euro und Ausgaben von 30100 Euro. Davon entfielen auf die Organisation des Kreisfeuerwehrtages 23000 Euro an Einnahmen und 16600 Euro Ausgaben. Der Überschuss sei beispielsweise für den Kauf eines Aufsitzrasenmähers verwandt worden. Mirko Tügel, Vorsitzender des Fördervereins, ergänzte, dass die 83 Mitglieder des Vereins rund 7300 Euro aufgebracht hätten.  Das Geld werde schwerpunktmäßig für die Jugendarbeit ausgegeben.  Kreisbrandmeister Claus Bauck lobte die Dannenberger Wehr für die  Ausrichtung des Kreisfeuerwehrtages. Er skizzierte Änderungen der Wettbewerbsordnung, deren Neufassung noch nicht offiziell vorliegt. Er kündigte an, dass sich die Einfährung des Digitalfunks erheblich verzögern werde.

Bild: Zur Beförderung zum Brandmeister beglückwünschte Kreisbrandmeister Claus Bauck (von links) den Leiter der Dannenberger Wettkampfgruppe, Heiko Schön. Dessen Frau Franziska Schön wurde gemeinsam mit dem stellvertretenden Ortsbrandmeister Olaf Blank  und dem Gruppenführer Axel Piecha zu Hauptlöschmeistern befördert.

Alfred Schön seit 50 Jahren dabei

Feuerwehr Dannenberg: Ehrungen und Beförderungen

as Dannenberg. Seit 50 Jahren ist er dem Feuerlöschwesen in  Dannenberg stets treu geblieben: Alfred Schön. Dafür erhielt er unter dem Beifall der Dannenberger Feuerwehrleute aus der Hand des Kreisbrandmeisters Claus Bauck die Ehrenplakette des  Landesfeuerwehrverbandes.

 Für 40-jährige Dienste in der Dannenberger Wehr feute sich  Gerd Badke über die entsprechende Auszeichnung des Landkreises. Und seit 25 Jahren gehört Kay Wittig der Wehr der Jeetzelstadt als aktives  Mitglied an.

Bei den Beförderungen wurde die Familie Schön gleich zweimal bedacht: Heiko Schöns jahrelanges hohes Engagement wurde von  Claus Bauck mit den Brandmeisterschulterstücken belohnt. Sterne zur Beförderung zum Hauptlöschmeister montierte Ortsbrandmeister Thomas  Schmidt an den Uniformen der Gruppenleiter Franziska Schön und Axel Piecha sowie des stellvertretenden Ortsbrandmeisters Olaf Blank. Über Beförderungen zu Löschmeistern freuten sich der Floriangruppenleiter Danilo Hebecker und Stefan Jenrich, der die Jugendgruppe leitet. Gruppenführer Stefan Paweletzki, der verhindert war, wurde ebenfalls  Löschmeister.

 

 

 

 

 

 

 

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