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Frau entkommt dem Feuertod
jg. Dannenberg. War es das Knacken des Holzes verbrennender Möbel, oder war es der beißende Qualm, der gestern gegen 1 Uhr früh eine 64-jährige Frau im Nebenstedter Rotdornweg aus dem Schlaf riss? Sie erwachte gerade noch rechtzeitig, um dem Feuertod zu entkommen, denn: In ihrem Haus war ein Brand ausgebrochen, Flammen loderten, hatten sich bereits ausgebreitet, bedrohten die Bewohnerin akut. “Ihr blieben nur wenige Sekunden zur Flucht aus dem Gebäude”, berichtet ein Feuerwehrmann.
Tags zuvor hatte die Frau ihr 64. Lebensjahr vollendet, war zu hören. “Nun kann sie sowas wie einen zweiten Geburtstag feiern”, sagte jemand mit Blick auf die Bewahrung vor dem Feuer. Die Frau erlitt keinerlei Verletzungen. Erhebliche Gefahr bestand durch den Brand für die Gebäude, die mit dem Wohnhaus verbunden sind: ein Bürotrakt, eine Fahrzeughalle und eine Autowerkstatt. Die Lüchower Einsatzleitstelle schickte da-her sofort starke Kräfte zum Ort des Geschehens: Über 80 Feuerwehrleute aus Breese in der Marsch, Damnatz, Dannenberg, Penkefitz und Splietau eilten nach Nebenstedt. Zugegen waren auch Kreisbrandmeister Uwe Schulz, Gemeindebrandmeister Erhard Burmester so-wie das DRK mit seiner Schnellen Einsatzgruppe (SEG). Unter schwerem Atemschutz rückten die Löschkräfte vor. Sehr schwierig war es, das Feuer unter dem Dachstuhl zu bekämpfen. Die Wehrleute mussten das Dach aufbrechen, um an die Brandherde zu gelangen.
Die Einrichtung des Wohnhauses ist vernichtet. Auch das Gebäude hat erheblichen Schaden erlitten. Zerstört worden ist des Weiteren der angrenzende Bürotrakt. Erfolgreich hielten die Feuerwehrleute den Brand jedoch davon ab, auch noch die Fahrzeughalle und die Werkstatt zu erfassen. Auch eine feuerhemmende Tür und eine brandsichere Wand zwischen Büro und Fahrzeughalle trugen nach Auskunft von Kreisbrandschutzprüfer Andreas Arndt wesentlich dazu bei, dass das Feuer nicht noch schlimmere Ausmaße, nämlich in Richtung des Kfz-Betriebes, annahm. Bewährt hat sich in der vergangenen Nacht wieder einmal die Wärmebildkamera, mit der die Einsatzkräfte mehrere verborgene Brandnester aufspürten. Zur Brandursache liegen noch keine eindeutigen Erkenntnisse vor. Die Kriminalpolizei aus Lüchow ermittelt; gestern Nachmittag waren Beamte an der Brandstelle, um diese gründlich in Augenschein zu nehmen.
Brandschutzprüfer Arndt, der noch während der Löscharbeiten in Nebenstedt eintraf, konnte nach ersten Eindrücken von der Brandstelle sagen, dass das Feuer wahrscheinlich in der Küche entstanden war. Sicher lasse sich der Brandverlauf aber erst durch genaue Untersuchungen feststellen. Der Schaden, der durch den Brand entstand, wird bislang auf rund 200000 Euro geschätzt.
Text: EJZ Bilder: SG Pressereferent Mirko Tügel
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